Pflanzaktion bei Neusalza-Spremberg. © Helga Zumkowski-Xylander

Pflanzaktion bei Neusalza-Spremberg © Helga Zumkowski-Xylander

Neusalza-Spremberg

Ermöglicht durch die Kooperation mit der Forstbetriebsgemeinschaft Deutsch-Paulsdorf konnten auf einer Fläche südlich von Neusalza-Spremberg – nahe der tschechischen Grenze –  auf einer ehemals mit Fichten bestockten Freifläche 1.475 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Ein Teil der Bäume wurde mit Hilfe von Schüler*innen der Schkola Oberland aus Ebersbach-Neugersdorf Mitte November 2025 in die Erde gebracht. Neben Sträuchern wie Schwarzdorn, Kornelkirsche, Pfaffenhütchen und Strauch-Hasel wurden Feld-Ulme, Berg-Ulme, Gemeine Traubenkirsche, Spitz-Ahorn, Berg-Ahorn, Stiel-Eiche und Winter-Linde gepflanzt.

Eine weitere Pflanzaktion in der zweiten Novemberhälfte musste aufgrund der Wetterlage in das Frühjahr 2026 verlegt werden. Der einsetzende Bodenfrost verhinderte jegliche Pflanzaktivitäten. Die übrigen Laubgehölze überdauerten den Winter im Pflanzeneinschlag auf der Fläche und wurden im darauffolgenden April gepflanzt. Die Kontrolle der Fläche im August 2026 ließ keine Unterschiede in der Vitalität der Bäume zwischen Herbst- und Frühjahrspflanzung erkennen. Zusätzlich zu den gepflanzten Bäumen findet sich mittlerweile ein bunter Mix aus Lärchen-, Birken- und Ebereschen-Verjüngung auf der Fläche.

Friedersdorf

Östlich des Ortsteils Friedersdorf (Neusalza-Spremberg) befindet sich eine weitere Waldfläche, die im Rahmen der Initiative im Herbst 2026 gemeinsam mit einer Jugendgruppe des NABU bepflanzt werden soll. Wie bei den meisten Projektflächen handelt es sich auch hier um einen ehemaligen Fichtenbestand, der in Folge eines Borkenkäferbefalls notgeerntet werden musste. Im nahen Umkreis der Fläche sind einige (noch) vitale Reste dieses zuvor größeren, zusammenhängenden Bestandes zu sehen. Teilweise findet sich auch stehendendes, entrindetes Totholz. Die Pflanzfläche selbst sowie die umliegenden Bestände bieten also noch ein großes Potenzial für den ökologischen Waldumbau.

Die ganz überwiegend durch den Roten Holunder (Hirschholunder) dominierte Strauchschicht soll durch die aktive Einbringung von Schwarzem Holunder, Strauch-Hasel, Zweigriffeligem Weißdorn und Gemeiner Heckenrose ergänzt werden. In der Baumschicht sollen zusätzlich zur Naturverjüngung die Baumarten Vogel-Kirsche, Gemeine Kiefer, Hainbuche, Europäische Lärche, Stiel-Eiche, Trauben-Eiche, Berg-Ulme, Winter-Linde, Berg-Ahorn und Weißtanne etabliert werden. Zahlreiche Verbiss- und Fegeschäden an umliegenden Gehölzen vermitteln einen Eindruck vom Wilddruck in dem Waldgebiet, weshalb die Pflanzfläche vor der Pflanzung mit einem Wildschutzzaun versehen wird.

Stand: August 2026