Kinder und Eltern bei der Untersuchung von Bodenorganismen. © Helga Zumkowski-Xylander
Vom 5. bis 10. Oktober 2025 veranstaltete das IBZ St. Marienthal (Ostritz) eine Familienwoche der besonderen Art: die „Waldkunsttage“. Helga Zumkowski-Xylander hatte dieses innovative und partizipative Bildungsformat entwickelt und es gemeinsam mit Ralf Assmann als Kunstpädagogen umgesetzt.
12 Familien und insgesamt 39 Teilnehmende lernten bei Geländespielen, Spaziergängen und Exkursionen im Neiße-Durchbruchstal mit Erläuterungen der Biologen des IBZ viel Neues über die einheimischen Wälder und deren Bedeutung, ihre Tier- und Pflanzenwelt, die Forstwirtschaft, Auswirkungen des Klimawandels und die Ökosystemleistungen. Eingeführt und vertieft wurde dies durch altersgruppengerechte Kurzvorträge und biologische Präsentationen, die zum Beispiel die Betrachtung von Bodentieren mit Hilfe von Stereomikroskopen beinhalteten. Das Interesse und die Begeisterung, gerade der Kinder, für diese Angebote sprang schnell auch auf die Eltern über.

Kindgerecht erklärten Wolf und Rabe die Lebensgemeinschaften im Wald und deren ökosystemare Leistungen. © Helga Zumkowski-Xylander

Künstlerische Gestaltung von Kindern und Jugendlichen nach einem Waldspaziergang. © Helga Zumkowski-Xylander
In die Vermittlung zur Biologie unserer Wälder waren Module eingeflochten zur künstlerischen Erfahrung der Natur. Die Teilnehmenden nutzten diese transdisziplinären Angebote, um sich im Kreis der Familien kreativ an der künstlerischen Umsetzung ihrer Natureindrücke durch dreidimensionale Gestaltungen oder Klang- und Musik-Performances zu beteiligen, zum Beispiel durch das thematische und farblich-ästhetische Neuarrangement von Blättern, Ästen und Steinen. Das Team des IBZ schaffte so eine ganzheitliche Naturerfahrung in entspannter, familiärer Atmosphäre.
Trotz eines ambitionierten Terminplans blieb zwischen den Angeboten und an den Abenden Zeit für das intrafamiliäre Miteinander, bei Gesellschaftsspielen, gemeinschaftlichem Basteln von Masken, beim Vorlesen oder auch beim abendlichen Lagerfeuer mit Stockbrot. Viele der Teilnehmer(-familien) bauten neue Freundschaften auf und signalisierten, dass sie die Angebote des IBZ gern auch in Zukunft verfolgen und wahrnehmen wollen.






