Am Basaltkegel erläuterte Steffen Leder die Besonderheiten der Flora und Fauna. © Helga Zumkowski-Xylander
Am 25.10.2025 organisierte das Team vom „Oberlausitzer Zukunftswald“ eine Exkursion an der Landeskrone in Görlitz. Der Verantwortliche der Stadtverwaltung Görlitz für Stadtgrün, Steffen Leder, führte ein gutes Dutzend interessierter Görlitzer Bürger/-innen durch den Wald an ihrem Hausberg – einem Ort von besonderer regionaler und emotionaler Bedeutung, der für viele Menschen mit zahlreichen Erinnerungen verbunden ist.
Herr Leder gab zunächst eine allgemeine Einführung in die Geologie, Geschichte und Ökologie und widmete sich anschließend vor allem den Veränderungen dieses Naherholungs- und Naturschutzgebietes. Er beschrieb seine forstlichen und naturschutzfachlichen Ansätze und Erfahrungen beim Umbau des Waldes zu einem artenreichen, klimaresilienten Wald – eine Herausforderung, weil dabei die Bestimmungen des Regierungspräsidiums Dresden eingehalten werden müssen. Denn das Naturschutzgebiet weist sowohl artenreiche Edelholzgesellschaften auf als auch freie Basaltfelsen, trockene Felsfluren und Halbtrockenrasen; sie alle müssen erhalten werden – ein ständiger Prozess von Abwägung zwischen ungestörter Entwicklung und Eingriff. Dass das Gebiet sowohl Naturschutzgebiet als auch Denkmal ist und somit verschiedenen Gesetzlichkeiten unterliegt, stellt für die Bewirtschaftung eine echte Herausforderung dar.
Beim Aufstieg über den „Zickzackweg“ erläuterte Herr Leder exemplarisch die Besonderheiten der Pflanzengemeinschaft des Basaltkegels, die einer artenreichen Wirbeltier- und Insektenfauna Lebensraum bieten. Am Fuß des Bismarckturms nutzte Herr Leder eine Ruhepause, um den Teilnehmer/-innen anhand historischer Karten zu zeigen, welche Bewirtschaftungs- und Nutzungsformen, wie beispielsweise die Anlage von Wiesenflächen sowie Aufforstungsmaßnahmen, die Landeskrone über die Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert haben. Der Abstieg über den Nordweg mit seinem besonderen Panorama war ein gelungener Ausklang eines lehrreichen Ausflugs, der selbst bei den alteingesessenen Görlitzern für zahlreiche Überraschungen und neue Erkenntnisse sorgte.






